Kommt jetzt die Geldentwertung?

by Redaktion

Nach der großen Finanzkrise der letzten Jahre machen sich immer mehr Bürger Sorgen um ihre Geldanlagen. Viele Investitionen haben sich als unsicher erwiesen und viel Geld ging in komplexen Kanälen verloren. Aus der Vergangenheit wissen wir: Finanzkrisen können zu überhöhter Inflation führen, die wiederum, in der Konsequenz, zu einer Entwertung des Geldes führt. Eine solche Geldentwertung hängt mit dem internationalen Finanzmarkt zusammen und begründet sich im sinkenden Vertrauen anderer Länder in die betroffene Währung. Dieses musste Deutschland während der Weimarer Republik erleben, wo im Rahmen einer Superinflation die Ersparnisse vom einen auf den anderen Tag nichts mehr wert waren.

Einen gewissen Vertrauensverlust erlebt nun momentan auch der Euro. So ist zu beobachten, dass viele Bürger ihr Geld in vermeintlich sicherere Währungen wie den Schweizer Franken überführen. Nähme dies überhand, wäre eine Geldentwertung zu befürchten.

Im Vergleich zur Weimarer Republik jedoch, in der Deutschland eine schwache politische Position besaß und Europa noch keine gemeinsame Währung hatte, hat sich die Lage inzwischen stark geändert. Alle Euroländer sind voneinander abhängig und durch die hohe politische und wirtschaftliche Bedeutung der Eurostaaten hat auch der Rest der Welt ein Interesse daran, eine Geldentwertung in der Eurozone zu verhindern. Guten Gewissens konnte darum die deutsche Regierung bereits die privaten Guthaben garantieren. Auch die Schweiz hat bereits Maßnahmen ausgearbeitet, die eine Fortsetzung des Geldtransfer – Trend eindämmen.

Bis auf weiteres ist deshalb, trotz wirtschaftlicher Stagnation und finanzpolitischer Krise keine Geldentwertung im Euroraum zu erwarten. Im Gegenteil: Im Vergleich zu anderen Großwährungen wie dem Dollar, konnte sich der Euro angesicht der Umstände noch einen außerordentlich guten Stand erhalten.

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